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MAD Coproductions Vienna
 
ist eine neu gegründete Initiative, von der noch viel zu hören/sehen sein wird.
Sie wurde von LizArt (Elisabeth Löffler, Cornelia Scheuer) und DanceAbility ins Leben gerufen und erfreut sich der Kooperation und Unterstützung von Michael Turinsky, Sonja Browne, Marty Huber, ...
Bis zum MAD-Internetauftritt finden Sie hier unsere Prinzipien:
 
PROFESSIONALITÄTS PRINZIP
Das MAD-Konzept verfolgt in allen Bereichen eine professionelle
Orientierung. Im ersten Schritt wird das vor allem durch die
Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Institutionen (Ko-
Produktionsprinzip) gewährleistet.

MIXED-ABLED PRINZIP
Alle beteiligten Teams, aller Ebenen der MAD-Projekte, ob im
künstlerischen, organisatorischen oder theoretischen Bereich
werden auf ihre Mixed-Abled Balance evaluiert.

KO-PRODUKTIONS PRINZIP
Die Projekte des MAD zielen allesamt auf Koproduktionen mit
bestehenden Institutionen ab. Damit wird eine größtmögliche
strukturelle Inklusion sichergestellt.

PARTIZIPATIV & BARRIEREFREI
Dieses bei MAD selbstverständliche Anliegen ist, wie in anderen
Ländern bereits vorexerziert, mit kreativen Lösungen auch
hierzulande auf Aus- & Weiterbildungsstätten sowie einige
Bühnen erweiterbar.

KUNST NICHT THERAPIE
MAD ist ein Kunstprojekt, das sich im Kunst und Kulturkontext
entwickelt hat und einen Paradigmenwechsel in diesem Kontext
initiieren, forcieren und etablieren möchte. Deshalb grenzt sich
das MAD-Projekt klar gegen jede Art von helfendem,
therapeutischem Zugang ab.

Lesen Sie dazu mehr von einem der Erfinder der CI – Contact-
Improvisation und dem wahrscheinlich einflussreichsten
Tanzinnovator der letzten 50 Jahre – Steve Paxton:
 
CONTACT IMPROVISATION stellt eine offene Form der Improvisation vor, die allen Menschen die Möglichkeit eröffnet, Tanz zu praktizieren. Dabei entwickeln die jeweiligen Duett-Partner ihre Bewegungs-Elemente auf Basis ihrer gemeinsamen tänzerischen/körperlichen Möglichkeiten.

Alito Alessi griff diese Grundidee auf und versuchte, sie auch für Menschen mit Behinderungen zu etablieren, und zwar jeder Art von Behinderung – und es funktionierte großartig: Das war die Geburtsstunde von DanceAbility. Alito konnte nicht nur sehen, dass sich grundsätzlich jeder Mensch tänzerisch auszudrücken vermag, sondern er entdeckte auch, dass die zuvor so offensichtlich erscheinenden Unterschiede durchlässiger wurden, um schlussendlich ganz zu verschwinden. Das Trennende zwischen behinderten und nichtbehinderten TeilnehmerInnen wurde langsam unsichtbar, während sie miteinander tanzten.

Wenn ich mich in unserer Welt umsehe, stelle ich fest, dass diese Projektionen des Trennenden nahezu überall anzutreffen sind: In der Sprache, unseren Bildungssystemen, der Wirtschaft und den Regierungen. Das Trennende wurde zur vorherrschenden An-schauung und somit nach und nach zur vorherrschenden inneren Einstellung. Kinder wachsen mit ihr auf, übernehmen sie und tragen sie in ihre Lebensgestaltung hinein. Diese Trennungsprojektionen schweben wie eine „giftige Wolke“, um die simple Tatsache unserer Unzulänglichkeiten.

Giftig? Wie würde es sich für Dich anfühlen, wenn Du aus einem Grund den Du nicht ändern kannst, ausgegrenzt und in eine Randgruppe abgeschoben wirst?

Wolke? Schwer greifbar, immer im Schatten der gesellschaftlichen Wertesysteme.

DanceAbility hat die Kraft diese Wolke zu lüften. Mit der Kunst des Tanzes, der Kunst des Körpers. Du beginnst mit den Gegebenheiten deines Körpers – den Grundlagen jeder BODY/MIND Arbeit – und langsam und sanft zeigt sich im Tanz mit dem Partner der gemeinsame Boden auf dem ihr steht, liegt – tanzt.

Die Einmaligkeit dieses Augenblicks, herbeigeführt, hervorgebracht, ja geschaffen durch die Einzigartigkeit eurer Begegnung, setzt Vertrauen voraus – Vertrauen auf das Verbindende. Hier ist das genaue Gegenteil dessen gefordert, was sonst unhinterfragt als ausgemachte Sache gilt – ein Weg des Vertrauens, des Verbindens, ist ein Weg des Heilens. Das Heilen all jener Trennungen, die überall fix vorinstalliert zu sein scheinen – in unseren Gesellschaften, unseren Gedanken und unseren Herzen.

DanceAbility ist eine Form des Heilens – nicht um Menschen mit Behinderungen zu heilen, sondern um alle, mit und ohne Behinderung, gemeinsam zu heilen. Bei diesem Tanz wird für kurze Zeit die Struktur des „Getrenntseins“ aufgelöst, und das Spaltende unseres Denkens verliert seine Macht über uns. Genau dann sind unsere Herzen bereit, sich von der kreativen Kraft eines Partners, einer Partnerin anstecken zu lassen. TRY IT. YOU WILL BE MOVED.
 
Steve Paxton
Mad Brook Farm, VT, 16 April 2011
(Übersetzt von G.R.)
 
 
MAD Coproductions Vienna
  • ist Kompetenzzentrum für zeitgenössischen „inklusiven“ Tanz, Performance und Theater.

  • initiiert, kooperiert und koproduziert „MixedAbility-Projekte“ mit und für alle etablierten Kultureinrichtungen Wiens.

  • setzt Akzente in allen Feldern einer professionellen, theatralen Praxis; wie Aus- und Weiterbildung, Produktion, Training, Diskurs/Reflexion sowie Theorie & Forschung.

  • informiert und berät Meinungsbildner, Entscheidungsträger und KünstlerkollegInnen über die aktuellen Entwicklungen des inklusiven Theaters.

  • wird Impulsgeber der Wiener Theaterszene (institutionell & im Off-Bereich); erfahren im Abbau von konkreten wie inhaltlichen Barrieren werden etablierte Körperbilder mit MAD konfrontiert.

  • ist Labor und Projektpartner für österreichweite Kunst-Initiativen hin zu einer „Inklusiven Gesellschaft“; mit Schwerpunkten im pädagogischen und nachwuchsfördernden Bereich.

  • arbeitet eng vernetzt mit den Topinstitutionen der internationalen Mixed-Ability Tanz &Performance Szene und bietet Wien die Chance, eine europäische Spitzenposition in dieser vielfältigen und kreativen Szene zu erlangen.
 
 
ZVR 010222735

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geändert am: 17.08.2015